Volkers

Stadtteil VolkersErsterwähnung des Ortes erfolgte bereits im Jahre 1057 als Folchedes (Dobenecker 1, 814). 1320 im Henneberger Urbarium 1, 142 wird der Ort als Volkoldes benannt und 1585 laut "Ost des Landgrafen Wilhelm IV. von Hessen" wurde er bereits als Volckers bezeichnet. Volkers war vom Grafen von Henneberg an Wetzel von Stein verpfändet gewesen, und Wolfram Schrimpf gelobte 1320 die Lösung zu gestatten (die Ablösung der Pfandsumme zu übernehmen). Daraufhin erhielt Wolfram Schrimpf 1323 die(se) Hälfte des Dorfes von dem Herrn von Frankenstein als Lehen. Dieser verkaufte Volkers 1325 an die Grafen von Henneberg (Henneb. UB 5, 91. 1, 178).

Volkers war 1585 bereits nach Schmalkalden eingepfarrt und gehörte 1619 zum Oberamt Schmalkalden. 1807 zum Kanton und zum Friedensgerichtsbezirk Schmalkalden gehörend, kam Volkers 1813 wieder zum Amt Schmalkalden. Ab 1821 war der Ort der Kreisverwaltung und dem Landgerichtsbezirk Schmalkalden unterstellt. 1961 wurde Volkers in die Stadt Schmalkalden eingemeindet. Die langgestreckte Siedlung liegt in einem tief eingeschnittenen, von Süden nach Norden gerichteten Tal im Buntsandstein, das zwischen den Ortschaften Aue und Haindorf in das Schmalkaldetal trifft. Von Bergen und Wald umschlossen erstreckt sich die Gemarkung bis an das Henneberger Haus.

In dem stets kleinen Dorf gab es 1585 lediglich 8 Haushalte, 1832 nur 11 Wohnhäuser mit 62 Einwohnern, 1895 wohnten 97 Einwohner dort, 1900 waren es 107 Einwohner, 1936 zählte der Ort 125 Einwohner und 1948 waren es 168 Einwohner, 1957 152 Einwohner. Aktuell leben in Volkers 146 Einwohner.