Reichenbach

Stadtteil ReichenbachEtwas 500 m östlich vom Waldhaus beginnt ein Taleinschnitt, der sich geradlinig nach Osten fortsetzt und bei Reichenbach die Schmalkalde erreicht. Geologisch bemerkenswert ist im nördlichen Dorfteil eine morphologisch nicht sichtbare Glimmerschieferauftragung südlich der Stahlbergstörung, die allseitig vom Unteren Buntsandstein umgeben ist. Der 1330 als Reychinbach (Henneberger Urbarium 5, 128), 1434 als Richenbach (Henneberger Urbarium 7, 13) - Richemich in der Mundart (Geisthirt, Hist. Schmalkalden, 1. Buch, 99) erwähnte Ort trägt einen häufig auftretenden Namen, der wasser- und fischreiche Bäche kennzeichnet.

Im Jahre 1330 wurde das Dorf, hersfeldischer Besitz der Herren von Frankensteiner an die Grafen von Henneberg-Schleusingen verkauft und gehörte seitdem zum alten Bestand des Amtes Schmalkalden. Die Kirche, deren Patronat 1585 Hessen besaß, war 1585 (Ost) Filial von Schmalkalden, 1747 wurde der Ort nach Seligenthal eingepfarrt.
1619 gehörte der Ort zum Oberamt Schmalkalden, 1807 zum Kanton und Friedensgerichtsbezirk Seligenthal, 1813 wieder zum Amt Schmalkalden. Ab 1821 war der Ort der Kreisverwaltung und dem Landgerichtsbezirk Schmalkalden unterstellt. Mit Wirkung vom 15.01.1973 wurde Reichenbach in die Stadt Schmalkalden eingemeindet.

1585 zählte die Gemeinde 12 Haushalte. 1932 waren bereits 16 Gebäude erbaut, 1895 zähle der Ort 114 Einwohner. Im Jahr 1936 wurde der Ort von 157 und im Jahr 1948 von 176 Personen bewohnt.Heute wohnen in der Ortschaft 133 Einwohner. Die Bewohner lebten vom Ackerbau oder waren als Bergleute in den Gruben am Stahlberg beschäftigt. Bis in das 19. Jahrhundert gab es auch zwei Stahlhämmer, die ihr Rohmaterial von der in der Nähe gelegenen Happelshütte bezogen.