Möckers

Ortsteil MöckersDie Erosionsbasis der Schmalkalde befindet sich bei Möckers in etwa 270 m ü. NN und zwingt die ihr von Süden zufließenden Bäche zu beträchtlichem Einschneiden. Der Möckersbach fließt durch den Ort und mündet in Mittelschmalkalden in die Schmalkalde. An der Vereinigungsstelle zweier derartig tief eingeschnittenen Tälchen liegt Möckers mit 380 Einwohnern.

Unterhalb des Ortes verbreitert sich stellenweise die Bachaue, und der Wasserlauf pendelt zwischen Prall- und Gleithängen. 1312 hieß das Dorf Oeckers und 1340 Meckers = Ottokars Hof. Es gehörte ehemals zur Zent Schmalkalden und kam bei der Auseinandersetzung zwischen Henneberg und Hessen-Kassel an das Amt Wasungen. Die kleine Flur bestand aus sechs Erben (Hufen). Da der Feldbau wenig ergiebig war, entwickelte sich Möckers seit dem Anfang des 20. Jh. immer mehr zur Wohngemeinde für die Schmalkalder Industrie. Die Gemarkung der Gemeinde wird zu zwei Dritteln forstwirtschaftlich genutzt.

Am westlichen Talhang steht eine Kirche mit einem Dachreitertürmchen. Ihr gegenüber am östlichen Hang hat die im Jahre 1905 erbaute Schule ihren Platz. Erwähnenswert ist das erhaltene alte Dorfbackhaus. Ein Gasthaus, eine Fleischerei und Landkauf sowie ein Maler-und Putzerbetrieb, eine Firma für Elektroinstallation und ein Betrieb für Glasgestaltung bestimmen das wirtschaftliche Gefüge im Ortsteil Möckers.