Grumbach

Ortsteil GrumbachCa. 5 km von der Stadt Schmalkalden entfernt liegt, von Wald und Bergen umgeben, Grumbach mit 230 Einwohnern. Zu erreichen ist der Ortsteil von Schmalkalden über eine Landstraße, die in Näherstille abzweigt. Außerdem gibt es eine alte Fahrstraße über das Henneberger Haus. Sein Ursprung geht auf die beiden Höfe Ober- und Untergrumbach zurück. Während Untergrumbach (1285 urkundlich erwähnt) gänzlich verwüstete, handelt es sich bei Obergrumbach (1166 urkundlich erwähnt) um das heutige Dorf Grumbach.
 
Seine Flur grenzt im Norden an die Näherstiller Feldmark, östlich an das Reinhardsrod bei Breitenbach, im Süden an den Dreiherrenstein und im Westen an den Schmalkalder Stadtwald und die Wüstung Roßbach. Um 1769 lebten in Grumbach 48 Menschen die sich alle vom Ackerbau ernährten. Bis zum Neubau eines Betsaales im Jahre 1899 mußten die Einwohner zum Kirchgang nach Schmalkalden gehen. Eine eigene Schule hatten die Grumbacher Bürger bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts ebenfalls nicht. Die Kinder besuchten im Nachbarort Näherstille die Schule. Im Jahre 1750 baute die Gemeinde dann ein eigenes Schulhaus. Als Schulmeister wurde ein Schneidermeister aus Haindorf eingesetzt, der für seine Dienste in Naturalien vergütet wurde. Noch bis in die 1960er Jahre, als die Schule schon in einem Teil des Betsaales abgehalten wurde, handelte es sich in Grumbach um eine einklassige Dorfschule.

Die Landwirtschaft blieb bis zur politischen Wende 1989 Haupterwerbszweig der Gemeinde. Heute ist größter Arbeitgeber im Ort eine Dachdeckerfirma. Beliebtes Ausflugsziel ist der Katzenstein mit der darunterliegenden Wüstung Reinhardsrode und ihren Teichen. Die Kirschenkirmes ist das traditionelle Fest der Grumbacher (laut Chronik von Zilscher waren die Felder um 1830 vor allem mit Kirschbäumen bepflanzt) .